17 March 2026, 02:16

Bayer will Kerendia-Einsatz nach erfolgreicher Studie ausweiten – Hoffnung für Nierenpatienten

Plakat, das zeigt, dass Big Pharma 2022 Amerikanern zwei bis drei Mal so viel für dieselben Medikamente berechnet hat wie in anderen Ländern, mit Bildern von Medikamentenflaschen und einer Spritze.

Bayer will Kerendia-Einsatz nach erfolgreicher Studie ausweiten – Hoffnung für Nierenpatienten

Bayer plant erweiterte Nutzung seines Medikaments Kerendia nach erfolgreicher klinischer Studie

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Der Konzern Bayer hat Pläne bekannt gegeben, den Einsatz seines Wirkstoffs Kerendia auszuweiten, nachdem eine klinische Studie positive Ergebnisse erbracht hat. Das Präparat, das bereits für die Behandlung von diabetischer Nierenerkrankung zugelassen ist, zeigt nun auch vielversprechende Wirkungen bei nicht-diabetischer chronischer Niereninsuffizienz (CKD). Dieser Schritt folgt auf eine abgeschlossene Phase-3-Studie, die ihre primären Ziele erreichte – ein möglicher Aufschwung für das Unternehmen angesichts anhaltender juristischer Herausforderungen.

Die jüngste Phase-3-Studie mit dem Namen FIND-CKD bestätigte die Wirksamkeit von Kerendia bei der Verbesserung der Nierenfunktion von Patienten mit nicht-diabetischer CKD. Im Vergleich zu einem Placebo zeigte das Medikament deutliche Vorteile und markiert damit Bayer fünften erfolgreichen Phase-3-Test für diesen Wirkstoff. Das Unternehmen beabsichtigt nun, in über 100 Ländern eine regulatorische Zulassung zu beantragen, was die Marktpräsenz von Kerendia deutlich ausweiten würde.

Trotz der finanziellen Belastung durch anhängige Klagen bleibt die Pharmasparte von Bayer stabil. Im Jahr 2025 verzeichnete der Konzern einen Nettoverlust von 3,6 Milliarden Euro, vor allem aufgrund der Prozesskosten im Zusammenhang mit Roundup-Klagen. Die Nettoverschuldung stieg zudem auf fast 30 Milliarden Euro, was die Bilanz zusätzlich belastet.

Anleger reagierten positiv auf die medizinischen Fortschritte: Die Aktie legte um 4,71 % auf 40,25 Euro zu. Dennoch bleiben rechtliche Unsicherheiten bestehen, da im April und Mitte Juni 2026 entscheidende Gerichtsurteile erwartet werden. Diese könnten die Zukunft Bayers maßgeblich prägen – insbesondere in Bezug auf Warnhinweise für Roundup und einen US-Präsidialerlass zur Glyphosat-Versorgung.

Eine günstige Entscheidung des Obersten Gerichtshofs in Kombination mit den jüngsten Erfolgen in der Arzneimittelforschung könnte die finanzielle Last verringern. Dies würde Bayers Pläne unterstützen, in den nächsten zehn Jahren zehn neue Blockbuster-Medikamente auf den Markt zu bringen und so langfristiges Wachstum zu sichern.

Die erweiterte Zulassung von Kerendia könnte den Zugang zu einem größeren Patientenkreis ermöglichen und Bayer eine dringend benötigte Einnahmequelle erschließen. Die Fähigkeit des Konzerns, rechtliche Hürden zu überwinden und gleichzeitig seine Pharma-Pipeline voranzutreiben, wird über die finanzielle Erholung entscheiden. Vorerst deuten der jüngste klinische Erfolg und die Kursgewinne auf eine vorsichtige Optimismus bei den Anlegern hin.

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