Bayerns Pokalsieg im Schatten eines umstrittenen Abseitstors ohne Videobeweis
Christoph DöhnBayerns Pokalsieg im Schatten eines umstrittenen Abseitstors ohne Videobeweis
FC Bayern München sichert sich mit 4:1 gegen den 1. FC Köln den Einzug ins DFB-Pokal-Achtelfinale – doch ein umstrittenes Abseits-Tor überschattet den Sieg. Ohne Videobeweis in der frühen Phase des Wettbewerbs blieb der Schiedsrichterfehler unkorrigiert, der ein klares Abseitstor zuließ.
Der Vorfall ereignete sich, als Konrad Limers Schuss von Luis Díaz abprallte, der zum Zeitpunkt der Ballabgabe deutlich im Abseits stand. Trotz der fehlenden Fahre des Schiedsrichterassistenten wurde der Treffer gegeben. Der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Manuel Gräfe kritisierte im Nachhinein das Versäumnis scharf: Solche Fehler dürften im Profifußball nicht passieren. Die Abwesenheit des Videobeweises nannte er keine Entschuldigung – grundlegende Abseitsentscheidungen müssten auch ohne Technik korrekt erkannt werden.
Bayern lenkte mit dem schnellen 2:0 durch Harry Kane die Aufmerksamkeit von der Kontroverse ab. Die Auslosung der nächsten Runde findet am 2. November statt – dann kommt erstmals in dieser Pokalsaison der Videobeweis zum Einsatz.
Während die Münchner nun mit Videoassistenz in die K.-o.-Phase starten, bleibt die Frage, wie hitzig die Debatte über den Schiedsrichterirrtum ausgefallen wäre, hätte das Spiel knapper gestanden. Fürs Erste bereitet sich der Rekordpokalsieger auf die nächste Partie vor – diesmal mit technischer Unterstützung.






