11 March 2026, 18:19

Deutsche Bank verliert jahrelangen Rechtsstreit mit Postbank-Aktionären

Ein altes Buch mit dem Titel "Z.D. Nürnberg, Deutschland, 1791" mit einem Stempel, der die erste Auflage anzeigt, mit handgeschriebenem Text auf dem Papier.

BGH verwirft Beschwerde der Deutschen Bank im Postbank-Streit - Deutsche Bank verliert jahrelangen Rechtsstreit mit Postbank-Aktionären

Ein jahrelanger Rechtsstreit zwischen der Deutschen Bank und ehemaligen Postbank-Aktionären ist endlich beendet. Deutschlands höchstes Gericht wies die letzte Berufung der Bank zurück und bestätigte damit ein Urteil zugunsten der Anleger. Im Mittelpunkt des Streits stand die Frage, ob das Übernahmeangebot für die Postbank aus dem Jahr 2010 fair und rechtzeitig erfolgt war.

Der Fall begann, als Aktionäre geltend machten, die Deutsche Bank hätte bereits 2008 – und nicht erst 2010 – ein Übernahmeangebot abgeben müssen. Sie argumentierten, die Bank habe zu diesem Zeitpunkt bereits die Kontrolle über die Postbank erlangt, wobei die Aktien mit 57,25 Euro bewertet worden seien. Das Oberlandesgericht Köln gab ihnen recht und urteilte, dass das verzögerte Angebot unangemessen gewesen sei.

Die Deutsche Bank legte gegen das Urteil Berufung ein, doch der Bundesgerichtshof (BGH) wies den Fall nun endgültig ab. Damit wird das vorherige Urteil bestätigt, und der Rechtsstreit ist endgültig beigelegt.

Laut Urteil muss die Deutsche Bank rund 112 Millionen Euro inklusive Zinsen zahlen. Die Bank hatte jedoch bereits Rückstellungen für diese Kosten gebildet, sodass keine zusätzlichen finanziellen Belastungen zu erwarten sind.

Mit der Entscheidung des BGH findet der Entschädigungsstreit ein endgültiges Ende. Die Deutsche Bank wird nun die geforderten Zahlungen leisten, die bereits in ihren Rücklagen berücksichtigt waren. Die ehemaligen Postbank-Aktionäre erhalten die vom Kölner Gericht festgelegte Entschädigung.