10 March 2026, 10:17

Dorper Arche schließt 2027: Ende einer 40-jährigen Ära für die Kirchengemeinde

Eine evangelische Kirche in der Stadt Bacoor, Cavite, mit einem Schild, einem Metallzaun, einer Wand, Bäumen, Fahrzeugen, Gebäuden, Pfählen und einem bewölkten Himmel.

Dorper Arche schließt 2027: Ende einer 40-jährigen Ära für die Kirchengemeinde

Die evangelische Kirchengemeinde Dorp plant die Schließung des Gemeinschaftszentrums Arche in der Eichenstraße. Falls der Beschluss genehmigt wird, finden ab dem 1. Februar 2027 keine Gottesdienste oder kirchlichen Veranstaltungen mehr in dem Gebäude statt. Die Entscheidung ist das Ergebnis jahrelanger Vorbereitungen und steht im Einklang mit den Bestrebungen der Kirche, ihren Immobilienbestand zu verringern.

Die Arche ist seit ihrer Einweihung im Jahr 1983 ein zentraler Ort des Gemeindelebens. Jahrzehntelang beherbergte sie sonntägliche Gottesdienste und diente als Begegnungsstätte für die Gemeinschaft. Doch bereits 2011 wurde beschlossen, das Zentrum schrittweise aufzugeben – mit einem Zeitrahmen zwischen 2020 und 2030.

Pastor Joachim Römelt bestätigte, dass die Schließung seit Jahren geplant sei. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche im Rheinland. Bei einer Genehmigung werden Gottesdienste und Veranstaltungen in die Dorper Kirche verlegt, die über einen Kirchensaal, ein Café, einen Gemeindesaal, Gruppenräume und Außenflächen verfügt. Einige Angebote für Menschen mit eingeschränkter Mobilität sollen zudem in die benachbarte Einrichtung Goudahof verlagert werden.

Pfarrerin Raphaela Demski-Galla räumte ein, dass viele Gemeindeglieder den Wandel als schwierig empfinden. Gleichzeitig betonte sie, dass die Mitglieder über die langfristigen Pläne informiert wurden. Die Presbyterin Andrea Enders bezeichnete den Schritt als notwendig, da die evangelische Kirche in Solingen ihren Gebäudebestand bis Mitte der 2030er-Jahre halbieren will. Die angrenzende Arche-Kita bleibt von der Schließung unberührt und wird wie gewohnt weiterbetrieben.

Die Entscheidung ist Teil einer umfassenden Strategie der Evangelischen Kirche im Rheinland. Bis Mitte der 2030er-Jahre sollen rund 200 Kirchengebäude umgenutzt, geschlossen oder zusammengelegt werden. Die Profanierung der Arche spiegelt diesen größeren Trend zu Konsolidierung und effizienterer Ressourcennutzung wider.

Die geplante Schließung des Gemeinschaftszentrums Arche markiert das Ende einer Ära für die Dorper Kirchengemeinde. Falls das Landeskirchenamt den Plan billigt, werden alle Gottesdienste und Veranstaltungen bis Anfang 2027 in die Dorper Kirche verlegt. Die benachbarte Kita bleibt geöffnet und sichert so die Kontinuität für ihre Nutzerinnen und Nutzer.