Duisburg diskutiert: Wie Stolpersteine die Erinnerung an NS-Opfer wachhalten
Kristiane DippelDuisburg diskutiert: Wie Stolpersteine die Erinnerung an NS-Opfer wachhalten
Öffentlicher Vortrag zum „Stolpersteine“-Projekt in Duisburg
Im kommenden Monat findet in Duisburg ein öffentlicher Vortrag über das „Stolpersteine“-Mahnmalprojekt statt. Die Historikerin Dr. Marina Sassenberg leitet die Diskussion am 10. November 2023 in der Volkshochschule im Stadtfenster. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie diese kleinen Messingtafeln an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern und welche Rolle sie in der demokratischen Erinnerungskultur spielen.
Der Vortrag mit dem Titel „Stolpersteine im Pflaster“ beginnt um 20:00 Uhr. Der Eintritt kostet fünf Euro; eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. Weitere Informationen erhält die Öffentlichkeit unter der Telefonnummer der VHS: 49 203 283-984617.
Hintergrund des Projekts Die Initiative „Stolpersteine“ geht auf eine Idee des Künstlers Gunter Demnig zurück, der Gedenksteine in Gehwege einlassen wollte. Jeder der zehn Zentimeter großen Pflastersteine trägt eine Messingplatte mit dem Namen, Geburtsjahr, Deportationsdatum und Sterbeort eines Opfers. Über 300 dieser Steine sind mittlerweile in Duisburger Straßen verteilt – stumme Zeugnisse der Einzelnen, die der nationalsozialistischen Verfolgung zum Opfer fielen.
Themen des Abends Dr. Sassenberg wird in ihrem Vortrag die Bedeutung des Projekts für die Erinnerungskultur analysieren. Dabei geht sie auf dessen Stärken, Grenzen und die Verbindung zu demokratischen Werten ein. Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit, eine einzigartige Form der historischen Erinnerung kennenzulernen – und zu erfahren, wie „Stolpersteine“ das Gedenken im öffentlichen Raum lebendig halten.
Teilnahme & Anmeldung Interessierte müssen sich vorab anmelden und die geringe Gebühr entrichten, um einen Platz zu sichern.






