Ein tragbares Museum im Hut: Wiesbadens immersiver Gedächtnispalast öffnet
Christoph DöhnEin tragbares Museum im Hut: Wiesbadens immersiver Gedächtnispalast öffnet
Ein tragbares Museum, das in einen Hut passt, wird erstmals in Wiesbaden vollständig zu sehen sein. Unter dem Titel Musée Légitime ist es Teil der kommenden Ausstellung Gedächtnispalast des Künstlers Martin La Roche. Die Schau verwandelt den Nassauischen Kunstverein Wiesbaden in einen immersiven Rundgang durch Räume, die mit persönlichen und kollektiven Geschichten gefüllt sind.
Vom 28. März bis 15. Juni 2025 können Besucherinnen und Besucher die Ausstellung auf zwei Etagen des Kunstvereinsgebäudes erkunden. Die Reise beginnt im ersten Obergeschoss mit Bereichen wie Foyer, Spielzimmer, Bibliothek und Videoraum. Jeder Raum entfaltet Erzählungen über Identität, Kindheit, Verlust und die stille Schönheit alltäglicher Momente – dargestellt durch Objekte, Klänge, Texte und Installationen.
Im zweiten Obergeschoss setzt sich das Erlebnis in Zonen wie Museumssaal, Farbraum, Archiv, Wintergarten und Inventarraum fort. Ein interaktives Highlight ist die Sandspiel-Installation im Spielzimmer, bei der Gäste gemeinsam eine sich ständig wandelnde Skulptur gestalten. Das gesamte Gebäude wird so zu einem räumlichen Modell des Gedächtnisses, das zur Reflexion über persönliche und geteilte Geschichten einlädt.
Die Ausstellung ist dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr sowie am Wochenende von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Im Mittelpunkt stehen die Themen Sammeln, Erinnern und die uns verbindenden Fäden.
Gedächtnispalast bietet die Gelegenheit, durch einen neu erdachten Raum zu wandeln, in dem sich Kunst und Erinnerung begegnen. Indem die Schau Partizipation mit Kontemplation verbindet, regt sie die Besucherinnen und Besucher an, sich an die eigenen Geschichten zu erinnern – und gleichzeitig die unspektakulären, doch bedeutungsvollen Augenblicke des Lebens wahrzunehmen. Die Ausstellung bleibt bis Mitte Juni 2025 geöffnet.






