Essen beschleunigt Solarausbau mit sechs neuen Großprojekten bis 2026
Kristiane DippelEssen beschleunigt Solarausbau mit sechs neuen Großprojekten bis 2026
Essen treibt den Ausbau von Freiflächen-Solaranlagen im Rahmen seiner Klimaziele voran. Die Stadt hat einen Abschlussbericht veröffentlicht, der eine Strategie zur Erfüllung der Vorgaben aus ihrem Nachhaltigen Energie- und Klimaschutzaktionsplan (SECAP) skizziert. Ziel der Verantwortlichen ist es, die Erzeugung erneuerbarer Energien durch großflächige Photovoltaik(PV)-Anlagen zu steigern.
Das Vorhaben nahm nach einem Beschluss des Stadtrats im März 2023 konkrete Form an. Eine Studie wurde in Auftrag gegeben, um geeignete Standorte für Freiflächen-Solarparks zu identifizieren. Nach einer ersten Prüfung kamen 29.840 Teilflächen als potenzielle Kandidaten infrage.
Sechs Standorte wurden nun für eine detaillierte Bewertung vorselektiert. Werden sie genehmigt, entstehen dort neue Solaranlagen. Bereits seit Januar 2022 fördert die Stadt zudem die Installation von Solarmodulen auf privaten Gebäudedächern.
Eines der ersten großen Projekte ist eine Solar-Carport-Anlage auf dem Parkplatz P10 der Messe Essen. Der Baubeginn ist für den Herbst 2026 geplant. Nach Fertigstellung wird die Anlage mit einer Spitzenleistung von 11 Megawatt (MWp) jährlich rund 11.000 Megawattstunden (MWh) Strom erzeugen.
Die erweiterte Solarstrategie steht im Einklang mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2023). Essens Vorgehen unterstützt damit die nationalen Bestrebungen, die saubere Energieerzeugung auszubauen, und trägt gleichzeitig zur Erreichung der lokalen Klimaziele bei.
Die Umsetzungsstrategie markiert einen wichtigen Schritt in Essens erneuerbaren Energien-Offensive. Mit dem geplanten Baustart für das erste Großprojekt 2026 rechnet die Stadt mit deutlichen Fortschritten bei der Erfüllung ihrer Klimavorgaben. Der vollständige Bericht ist ab sofort auf dem offiziellen Stadtportal Essen abrufbar.






