13 March 2026, 18:19

Ford Köln baut 2.900 Stellen ab – ganz ohne Zwangskündigungen

Ein Plakat mit fetter, schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, das "Trickle-Down Economics Doesn't Work" lautet, von einem schmalen schwarzen Rahmen umgeben und mit einem Zitat von Präsident Biden.

Bogeyman der Entlassungen verschwindet bei Ford - Ford Köln baut 2.900 Stellen ab – ganz ohne Zwangskündigungen

Fords Werk in Köln hat einen umfangreichen Personalabbau abgeschlossen – ohne betriebsbedingte Kündigungen erzwingen zu müssen. Das Unternehmen erreichte sein Ziel, 2.900 Stellen durch freiwillige Abgänge und Versetzungen abzubauen. Dieser Schritt ist Teil einer breiter angelegten Kostensenkungsstrategie, um die Rentabilität angesichts schwacher Nachfrage nach Elektrofahrzeugen zu verbessern.

Die Verkleinerung des Standorts begann Anfang 2024, als Ford überraschend fast 1.000 Produktionsstellen strich. Die Umstellung von zwei auf eine Schicht erfolgte vor dem Hintergrund, dass der Absatz von Elektroautos hinter den Erwartungen zurückblieb. Trotz Milliardeninvestitionen in die Modernisierung des Kölner Werks für die E-Fahrzeugproduktion bleibt die Nachfrage verhalten.

Rund 2.100 Beschäftigte entschieden sich für einen freiwilligen Austritt, während weitere 800 Arbeitsplätze an externe Investoren übertragen wurden. Damit sinkt die Belegschaft auf unter 9.000 – deutlich weniger als die derzeit 10.500 Mitarbeiter und ein drastischer Rückgang gegenüber den 18.000 im Jahr 2019.

Das im vergangenen Sommer vereinbarte Sparprogramm war zunächst mit Unsicherheiten verbunden. Ohne ausreichend Freiwillige hätte Ford möglicherweise betriebsbedingte Kündigungen durchsetzen müssen. Da das Ziel nun erreicht ist, kann das Unternehmen auf schärfere Maßnahmen verzichten und konzentriert sich auf die finanzielle Erholung.

Die Stellenstreichungen markieren eine deutliche Verkleinerung der Kölner Ford-Operations. Mit weniger Beschäftigten und geringeren Kosten strebt das Unternehmen eine Stabilisierung seiner Finanzen an. Die Zukunft des Werks hängt nun davon ab, ob es gelingt, die Nachfrage nach seinen Elektrofahrzeugen wiederzubeleben.