Gorki-Theater Berlin feiert Shermin Langhoffs Abschied mit künstlerischem Feuerwerk
Christoph DöhnGorki-Theater Berlin feiert Shermin Langhoffs Abschied mit künstlerischem Feuerwerk
Ein Abschiedsabend im historischen Gorki-Theater Berlin markierte einen künstlerischen Wandel. Bei der Veranstaltung wurde die scheidende Intendantin Shermin Langhoff geehrt, begleitet von Ausschnitten aus früheren Produktionen. Gäste kamen zusammen, um ihren Beitrag zum Erbe des Hauses zu würdigen.
Der Abend begann mit Via Jikeli, die Berlin, dein Gesicht hat Sommersprossen aus Christian Weises Der Untertan aufführte. Später sang Jonas Dassler den Fledermaus-Aussterbelied, einer der musikalischen Höhepunkte des Programms. Es folgte ein Konzert mit Stücken aus jüngeren Inszenierungen, bevor eine Feier den Abend beschloss.
Shermin Langhoff verzichtete auf eine lange Rede und bedankte sich stattdessen in wenigen, prägnanten Worten beim Publikum. Auch Cem Özdemir, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, würdigte sie in einer Ansprache und hob ihre Prägung der Theaterlandschaft hervor. Die These des Abends lautete: Das postmigrantische Theater habe längst seinen festen Platz im kulturellen Kanon.
Zwar mag das Gorki-Theater in seiner bisherigen Form an ein Ende gelangt sein, doch die Stimmung blieb kämpferisch – mit dem Ruf Es lebe das Gorki!. Der Abschiedsabend leitete ein neues Kapitel für die Institution ein, deren künstlerische Zukunft nun unter anderer Führung gestaltet wird.






