Herbert Grönemeyer erhält Nationalpreis für sein gesellschaftliches Engagement
Christoph DöhnHerbert Grönemeyer erhält Nationalpreis für sein gesellschaftliches Engagement
Der Sänger Herbert Grönemeyer ist mit dem Nationalpreis der Deutschen Nationalstiftung für sein gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet worden. Die mit 50.000 Euro dotierte Ehrung würdigt sein langjähriges Eintreten für demokratische Werte.
In seiner Dankesrede kritisierte Grönemeyer Politiker dafür, in den vergangenen zwei Jahrzehnten versagt zu haben, klar mit der Bevölkerung zu kommunizieren. Besonders nannte er dabei Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundeskanzler Olaf Scholz als Beispiele für diese Defizite. Er verglich das mangelnde Miteinander in der Politik mit der Teamarbeit im Fußball – etwa bei den Mittelfeldspielern Felix Nmecha und Aleksandar Pavlović, die trotz ihrer Rivalität in der Bundesliga zusammenarbeiten.
Zudem hob Grönemeyer die deutsche Willkommenskultur für Geflüchtete im Jahr 2015 als starkes Zeichen demokratischer und humanitärer Werte hervor. Er rief die Bürger auf, sich bürgergesellschaftlich zu engagieren und eine Bewegung zu schaffen, in der Menschen einander unterstützen. Abschließend plädierte er für Optimismus und lehnte eine Zukunftsangst ab.
Der Nationalpreis der Deutschen Nationalstiftung wird jährlich an Persönlichkeiten verliehen, die sich für eine demokratische Gesellschaft einsetzen. Grönemeyers Rede betonte die Bedeutung klarer Kommunikation, zivilgesellschaftlichen Handelns und Hoffnung. Die Auszeichnung unterstreicht sein langjähriges Wirken für soziale und demokratische Belange.






