Ibbenbüren baut für 23 Millionen Euro – trotz nur fünf angemeldeten Schülern
Kristiane DippelIbbenbüren baut für 23 Millionen Euro – trotz nur fünf angemeldeten Schülern
Ibbenbüren plant neues Schulgebäude für 23 Millionen Euro – trotz geringer Schülerzahlen
Ibbenbüren plant den Bau eines neuen Schulgebäudes für 23 Millionen Euro, um zwei bestehende Standorte für die Jahrgangsstufen fünf bis zehn zusammenzuführen. Das Vorhaben wird trotz extrem niedriger Anmeldezahlen umgesetzt: Für das Schuljahr 2025/2026 haben sich bisher nur fünf Schülerinnen und Schüler angemeldet. Die meisten politischen Parteien der Stadt unterstützen die Entscheidung und verweisen auf die Bedeutung der Schule für inklusiven Unterricht.
Die rund 50.000 Einwohner zählende Stadt verfügt derzeit über zwei Gymnasien, eine katholische Realschule sowie eine Gesamtschule, die pro Jahrgangsstufe bis zu vier Bildungsgänge anbietet. Die neue Gemeinschafts-Hauptschule soll die Schülerinnen und Schüler von zwei getrennten Standorten an einem zentralen Ort zusammenführen – vor allem für die jüngeren Jahrgänge.
Eltern hatten sich für ein verlängertes gemeinsames Lernen eingesetzt, um leistungsschwächeren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, ihr Abitur an derselben Schule anzustreben, ohne wechseln zu müssen. Die Einrichtung fördert bereits eine heterogene Schülerschaft, darunter Geflüchtete, Quereinsteiger und Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Ziel ist es, eine inklusive Lernumgebung zu schaffen.
Obwohl die Schule offiziell zertifiziert wurde, monierten Prüfer Schwächen im Umgang mit Unterrichtsstörungen sowie bei der Differenzierung des Unterrichts für verschiedene Leistungsniveaus. Das neue Gebäude soll bis 2030 fertiggestellt werden; die Kosten werden auf etwa 23 Millionen Euro geschätzt.
Das Projekt wird trotz der zunächst geringen Anmeldezahlen vorangetrieben, da jährlich mit Nachmeldungen gerechnet wird. Die neue Schule soll den Unterricht für jüngere Schülerinnen und Schüler zentralisieren und gleichzeitig den Forderungen nach flexibleren Bildungswegen nachkommen. Die Stadtführung bleibt dem Vorhaben verpflichtet und sieht in der Einrichtung einen zentralen Baustein für die bildungspolitische Zukunft Ibbenbürens.






