Kinderschützer fordern Stopp für Epstein-Merchandise auf Online-Plattformen
Horst-Dieter GertzKinderschützer fordern Stopp für Epstein-Merchandise auf Online-Plattformen
Eine französische Kinderschutzorganisation hat sich gegen den Online-Verkauf von Kleidung ausgesprochen, die mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in Verbindung steht. Die Initiative Mouv'Enfants verurteilte die Artikel – darunter Sweatshirts mit den Initialen JEE – als zutiefst verletzend und schädlich.
Die Organisation entdeckte die Sweatshirts auf mehreren Plattformen, darunter Etsy, Vinted, AliExpress und eBay. Gründer Arnaud Gallais kritisierte das mangelnde Kontrollsystem und warf großen Digitalunternehmen vor, solche Verkäufe straffrei zuzulassen.
Mouv'Enfants betonte, Epstein sei keine Kulturikone, sondern ein Verbrecher, der für den systematischen Missbrauch von Minderjährigen verantwortlich sei. Die Gruppe forderte ein sofortiges Verbot, mit seinem Bildnis Profit zu schlagen, und bezeichnete dies als obszön und eine Form der Mittäterschaft.
Als Reaktion erklärten Vinted und eBay, die Artikel entfernen zu wollen. Vinted bekräftigte seine Null-Toleranz-Politik gegenüber Inhalten, die sexuellen Missbrauch verherrlichen, während eBay ähnliche Maßnahmen ergreifen werde, um die eigenen Richtlinien durchzusetzen.
Die Kontroverse setzt Online-Marktplätze unter Druck, ihre Inhaltsmoderation zu verschärfen. Mouv'Enfants fordert weiterhin strengere Kontrollen, um den Verkauf von Artikeln zu verhindern, die verurteilte Straftäter verherrlichen. Die betroffenen Plattformen haben sich inzwischen verpflichtet, die gelisteten Produkte zu entfernen.






