Kommunen fordern härteres Vorgehen gegen Sozialbetrug durch Migration
Fachkonferenz zu Migration und Sozialbetrug in Duisburg: Kommunen fordern schärfere Maßnahmen
Diese Woche fand im Duisburger Rathaus eine Expertentagung zu Migration und Sozialbetrug statt. Vertreter aus 15 Städten und Gemeinden kamen zusammen, um über aktuelle Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze zu diskutieren. Prominente Teilnehmer wie Bärbel Bas und Søren Link sprachen sich für strengere Regeln aus, um Missbrauch des Systems einzudämmen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand Betrug im Zusammenhang mit der EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit. Bas betonte, dass solche Praktiken diejenigen benachteiligten, die sich an die Regeln hielten. Sie schlug vor, Sozialbetrug als Straftatbestand einzustufen und eine Mindestarbeitszeit in sozialversicherungspflichtigen Jobs vorzuschreiben.
Zudem forderte Bas eine kommunale Quadratmeter-Obergrenze, um zu verhindern, dass Vermieter Sozialleistungsempfänger durch überbelegte Wohnungen ausbeuten. Sie wies darauf hin, dass die Behörden oft wüssten, was zu tun sei, aber an Datenschutz-Hürden scheiterten.
Link hingegen machte deutlich, dass Arbeitskräfte willkommen seien – nicht jedoch solche, die niedrig bezahlte Jobs nur annehmen, um Leistungen zu beziehen. Er verwies auf eine aktuelle Wohnsitzprüfung in Duisburg, bei der durch behördliche Zusammenarbeit Betrug im Millionenbereich aufgedeckt worden sei.
Beide Politiker waren sich einig, dass verurteilte Betrüger mit Wiedereinreiseverboten belegt werden sollten. Die Konferenz brachte zudem zutage, dass hinter dem Sozialbetrug teilweise mafiaähnliche Strukturen stehen – mit ähnlichen Mustern in Städten von Stuttgart bis Duisburg.
Die Teilnehmer tauschten Erfahrungen aus und skizzierten sowohl anhaltende Probleme als auch erfolgreiche Schritte auf dem Weg zu Lösungen.
Die Diskussionen in Duisburg zielten auf eine verschärfte Kontrolle und bessere Zusammenarbeit zwischen Behörden ab. Zu den Vorschlägen gehörten strafrechtliche Konsequenzen für Betrug, strengere Wohnsitzkontrollen sowie Grenzen für überbelegte Wohnungen. Ziel ist es, ehrliche Arbeitnehmer zu schützen und gleichzeitig Schlupflöcher im Sozialsystem zu schließen.






