Kult-Fischrestaurant in Berlin droht nach 33 Jahren das Aus durch Bahn-Kündigung
Christoph DöhnKult-Fischrestaurant in Berlin droht nach 33 Jahren das Aus durch Bahn-Kündigung
Beliebtes türkisches Fischrestaurant in Berlin soll nach über 30 Jahren schließen
Die Ergün's Fish Bude, ein geliebtes Fischlokal unter den historischen S-Bahn-Bögen an der Lüneburger Straße 382, muss nach einer Entscheidung der Deutschen Bahn ihre Türen für immer schließen – der Mietvertrag wird nicht verlängert. Die Nachricht hat eine Spendenaktion ausgelöst, um ein Stück Berliner kulinarischen Geschichte zu retten.
Das Restaurant eröffnete 1992 und avancierte schnell zum Geheimtipp für frischen Fisch. Unter der Leitung von Mine Centinbas betrieb es jahrzehntelang in den markanten Bahnbögen im Westen Berlins. Die Öffnungszeiten waren dienstags bis samstags von 16 bis 21 Uhr und sonntags sowie montags von 16 bis 22 Uhr.
Seit Monaten kämpfen die Besitzer um den Erhalt des Betriebs. Centinbas vermutet, dass die Kündigung des Mietvertrags mit Brandschutzmängeln zusammenhängt, die bei einer Begehung festgestellt wurden. Im vergangenen Jahr hatte sie sogar einen Umzug in Erwägung gezogen, falls sich keine andere Lösung finden ließ.
Nun läuft eine Crowdfunding-Kampagne, um die Zukunft des Restaurants zu sichern. Unklar ist jedoch, ob die gesammelten Mittel für einen Neuanfang an einem anderen Standort in Berlin reichen. Die Deutsche Bahn hat keine Angaben dazu gemacht, wann und warum die Mietverträge für ähnliche historische Standorte zuletzt überprüft wurden.
Ein konkretes Schließungsdatum für die Ergün's Fish Bude steht noch nicht fest. Ohne Vertragsverlängerung endet jedoch die lange Ära des Restaurants unter den S-Bahn-Bögen. Unterstützer hoffen, dass die Spendenaktion dazu beiträgt, sein Erbe in irgendeiner Form zu bewahren.






