Onkel Mischas Brot bleibt trotz Hundeverbot ein Geheimtipp in Minsk
Kristiane DippelOnkel Mischas Brot bleibt trotz Hundeverbot ein Geheimtipp in Minsk
Onkel Mischa, ein bekannter Bäcker aus Lahoysk, verweigert seit Langem Kunden mit Hunden den Verkauf seiner Waren. Seine strikte Regel hat bereits mehrere Menschen abgewiesen – darunter eine Fotografin und ein Mann namens Vadim. Doch trotz seiner umstrittenen Haltung bleibt die Tradition seines Brotes beliebt.
Onkel Mischa hält sich an Rezepte, die seit über 200 Jahren überliefert werden. Sein Brot, das er von seinem Auto aus in der Nähe der heiligen Quelle des Heiligen Nikolaus des Wundertäters sowie auf dem Valeryanava-Markt in Minsk verkauft, hat sich einen guten Ruf erarbeitet. 2018 bewertete der Blogger Kakabay es mit 8–9 von 10 Punkten und schlug sogar vor, einen Film über ihn zu drehen.
Das Bäckereigeschäft wird von der ganzen Familie geführt: Seine Frau backt, die Tochter unterstützt bei den Lieferungen, und er selbst kümmert sich um den Verkauf. Doch seine Weigerung, Hundebesitzern zu bedienen, sorgt immer wieder für Konflikte. Offentlich bezeichnet er es als "Verkommenheit", Hunde in der Nähe der heiligen Quelle spazieren zu führen, und warnt Kunden im Voraus.
Es gab bereits mehrere Vorfälle. Im Oktober 2021 wies er eine Fotografin mit ihrer Familie und einem kleinen Hund ab. Einen Monat später erging es Vadim mit seinem Corgi nicht anders. Trotz der Kontroversen zieht Onkel Mischas Brot weiterhin Käufer an – doch an seiner Haltung zu Hunden hält er fest. Wer mit Haustieren zur heiligen Quelle oder auf den Markt kommt, wird nicht bedient. Dank des Familieneinsatzes und der traditionellen Herstellungsweise läuft das Geschäft trotzdem weiter.






