14 June 2026, 04:13

Pfändungsschutzkonten versagen: Warum Betroffene plötzlich ohne Geld dastehen

Telefonische Sprechstunden        Caritas thematisiert Probleme mit P-Konten

Pfändungsschutzkonten versagen: Warum Betroffene plötzlich ohne Geld dastehen

Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung (AG SBV) weist auf Probleme mit Pfändungsschutzkonten (P-Konten) hin

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Während ihrer Aktionswoche vom 15. bis 19. Juni macht die Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung (AG SBV) auf Mängel bei Deutschlands Pfändungsschutzkonten (P-Konten) aufmerksam. Monatlich sind zwischen 300.000 und 350.000 Bankkonten im Land von Kontopfändungen betroffen. Viele Betroffene geraten in Not, wenn Banken ihre Gelder ohne rechtzeitige Freistellung sperren.

Bei einer Kontopfändung frieren Banken oft sofort alle Mittel auf dem Girokonto ein. Kontoinhaber können dann erst wieder auf ihr Geld zugreifen, wenn sie die Umwandlung in ein P-Konto beantragt haben. Zwar sollen gesetzliche Freibeträge einen Grundbetrag schützen – doch die Banken wenden diese Regelung nicht immer fristgerecht an.

P-Konten sind eigentlich dazu gedacht, automatisch einen gesetzlich festgelegten monatlichen Freibetrag zu sichern. Doch Schuldnerberater der Caritas Kempen-Viersen berichten von wiederholten Verzögerungen bei der Umstellung der Konten nach den Vorgaben. Die Organisation unterhält Beratungsstellen in Viersen, Dülken und Schwalmtal, um Betroffenen zu helfen.

Im Rahmen der Aktionswoche bietet die Schuldnerberaterin Elisabeth Mankertz am Donnerstag, den 18. Juni, von 11 bis 12 Uhr eine telefonische Sprechstunde an. Ihre Kollegin Simone Stahn-Florian fordert unterdessen stärkere politische Maßnahmen, um sicherzustellen, dass der Pfändungsschutz wie vorgesehen funktioniert.

Die Verzögerungen und gesperrten Gelder führen bei vielen Betroffenen zu finanziellen Engpässen. Die Aktionswoche soll auf diese Lücken im System aufmerksam machen. Berater setzen sich weiterhin für Verbesserungen ein, um gefährdete Kontoinhaber besser zu schützen.

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