Verkehrssicherheit im Märkischen Kreis 2025: Weniger Tote, mehr Kinder- und E-Scooter-Unfälle
Christoph DöhnVerkehrssicherheit im Märkischen Kreis 2025: Weniger Tote, mehr Kinder- und E-Scooter-Unfälle
Verkehrssicherheit im Märkischen Kreis zeigt 2025 gemischte Entwicklungen
Im Märkischen Kreis präsentierte sich die Verkehrssicherheit im Jahr 2025 mit Licht und Schatten: Zwar starben weniger Menschen bei Unfällen, doch mehr Kinder verletzten sich auf dem Schulweg, und die Zahl der E-Scooter-Vorfälle stieg weiter an. Als anhaltende Probleme auf den Straßen nannte die Polizei zu schnelles Fahren, Vorfahrtsmissachtungen und Drogenkonsum.
Insgesamt kamen 2025 sieben Menschen im Straßenverkehr ums Leben – ein Rückgang im Vergleich zu elf Todesopfern im Vorjahr. Unter den Getöteten war ein 10-jähriges Mädchen aus Ihmert, das bei einem Zusammenstoß starb. Auch die Zahl der Schwerverletzten sank um 15 Prozent: 192 Fälle wurden registriert, gegenüber 2024. Leichte Verletzungen nahmen jedoch um 6,4 Prozent zu und erreichten 945 Fälle.
Besorgniserregend ist der Anstieg der verletzten Kinder auf dem Schulweg: 142 Mädchen und Jungen wurden 2025 bei Unfällen verletzt – mehr als im Vorjahr. Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle blieb hingegen nahezu unverändert.
E-Scooter-Unfälle entwickeln sich zum wachsenden Problem. Die Zahl der Verletzungen im Zusammenhang mit den Elektrokleinstfahrzeugen stieg von sechs im Jahr 2020 auf 49 im Jahr 2025. Insgesamt nahm die Anzahl der E-Scooter-Unfälle jährlich zu: 12 (2020), 28 (2021), 45 (2022), 67 (2023), 89 (2024) und schließlich 102 im Jahr 2025. Die häufigsten Verstöße waren Missachtung der Vorfahrt (35 Prozent), überhöhte Geschwindigkeit (28 Prozent) und Fahren auf Gehwegen (22 Prozent).
Auch drogenbedingte Vorfälle nahmen stark zu: Die Zahl der Fahrer, die wegen Verdachts auf Drogenkonsum eine Blutprobe abgeben mussten, stieg von 915 (2024) auf 1.367 (2025). Zu schnelles Fahren, Vorfahrtsverletzungen und falsches Abbiegen blieben die häufigsten Ursachen für schwere Unfälle.
Die Daten zeigen sowohl Fortschritte als auch anhaltende Herausforderungen für die Verkehrssicherheit im Märkischen Kreis. Weniger Tote und Schwerverletzte deuten auf Verbesserungen hin, doch die steigenden Zahlen bei Kinderunfällen, E-Scooter-Vorfällen und Drogendelikten erfordern verstärkte Kontrollen. Die lokalen Behörden beobachten die Entwicklungen weiterhin genau, um die Risiken im Straßenverkehr zu verringern.