15 March 2026, 20:27

Viersen steuert auf die Pleite zu: 39 Millionen Euro Defizit bis 2026 drohen

Ein buntes Papier mit fetter Schrift und Bildern von verschiedenen, lächelnden Menschen, das eine parlamentarische Reform mit Hoffnung und Optimismus zeigt.

Viersen steuert auf die Pleite zu: 39 Millionen Euro Defizit bis 2026 drohen

Viersen steuert auf eine Finanzkrise zu: Bis 2026 droht ein Defizit von 39 Millionen Euro

Die Haushaltslage der Stadt Viersen bleibt voraussichtlich mindestens bis 2029 defizitär, was Bedenken hinsichtlich der langfristigen Stabilität aufwirft. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) warnt nun vor einer drohenden Insolvenz ab 2031 und fordert dringend Gegenmaßnahmen.

Haushaltslöcher und steigende Kosten als Hauptprobleme Die finanziellen Schwierigkeiten Viersens resultieren vor allem aus explodierenden Ausgaben, insbesondere in der Jugendhilfe und bei den Kreisumlagen. Bei anhaltender Entwicklung könnten jährliche Fehlbeträge von 25 bis 35 Millionen Euro die Stadt noch vor 2031 in die Pleite treiben.

Viersen erhebt bereits jetzt die zweit höchsten Gewerbesteuern für Nicht-Wohngebäude in seinem IHK-Bezirk. Die Kammer lehnt weitere Steuererhöhungen ab, da höhere Abgaben für Unternehmen die Wettbewerbsfähigkeit der Stadt schwächen würden. Auch geplante Anhebungen der Grundsteuer B oder der Gewerbesteuer im Entwurfshaushalt 2027 stößt auf Kritik.

IHK schlägt Alternativen vor: Mehr Gewerbeflächen und kommunale Zusammenarbeit Statt Steuererhöhungen empfiehlt die IHK, durch die Ausweisung neuer Gewerbegebiete die Einnahmen zu steigern. Zudem betont sie die Bedeutung interkommunaler Kooperationen – etwa durch gemeinsame Dienstleistungen und schlankere Verwaltungsstrukturen, um Kosten zu senken. Zwar sei der freiwillige Konsolidierungskurs der Stadt ein Schritt in die richtige Richtung, doch die Personalkosten stiegen weiterhin überproportional an.

Ohne Kurskorrektur prognostiziert die IHK dauerhafte Haushaltsdefizite und ein hohes Insolvenzrisiko ab 2031.

Handlungsdruck wächst: Ohne Reformen droht die Pleite Die Warnungen der IHK unterstreichen die Dringlichkeit der Lage. Statt Steuererhöhungen könnte eine bessere Zusammenarbeit mit Nachbarkommunen helfen, den Haushalt zu stabilisieren. Bleibt alles beim Alten, könnte Viersen bereits in sieben Jahren vor dem finanziellen Kollaps stehen.

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