Vom Kriegsring zum Luxushotel: Die magische Geschichte von Lou Calen
Christoph DöhnVom Kriegsring zum Luxushotel: Die magische Geschichte von Lou Calen
Ein kleiner Ring, den ein Mädchen 1944 geschenkt bekam, markierte den Beginn einer außergewöhnlichen Geschichte. Die damals Zehnjährige, Huguette, verwandelte Jahre später das Anwesen Lou Calen im französischen Cotignac in ein berühmtes Hotel. Ihr Weg von einer Kriegsbegegnung zu einem blühenden Gastgewerbe-Erbe hat nun unter neuer Führung ein weiteres Kapitel aufgenommen.
Alles begann am Tag der Befreiung 1944, als ein amerikanischer Soldat Huguette in Cotignac einen Ring überreichte. Jahrzehnte später kaufte sie 1972 das Gut Lou Calen und gestaltete es zu einem Hotel mit Restaurant um. Der Ort wurde schnell bekannt und zog Gäste wie David Bowie und Mitglieder von Pink Floyd an.
Huguettes Verbindung zu dem Soldaten blieb bestehen. Später eröffnete sie ein Restaurant in Palm Springs, wo sie ihn Jahre nach ihrem ersten Treffen wiedersah. Ihre Bindung an das Anwesen Lou Calen hielt auch nach der Schließung des Hotels 1999 an. Danach stand das Gelände über zwei Jahrzehnte leer.
2015 erwarb der kanadische Unternehmer Graham Porter das vernachlässigte Anwesen. Er belebt es neu – mit einer Bar, einem Kunstzentrum, einem mit dem Michelin Grünen Stern ausgezeichneten Restaurant und stilvollen Gästezimmern. Das Hotel zieht heute ein internationales Publikum an, wobei Amerikaner die größte Besuchergruppe stellen.
Huguettes Einfluss reicht über das Hotel hinaus. Sie veröffentlichte ein Kochbuch mit Rezepten aus Lou Calen und bewahrte so ihr kulinarisches Erbe. Das Hotel Lou Calen hat mit modernen Aufwertungen wieder eröffnet, ohne seine Vergangenheit zu vergessen. Der Kriegsring und Huguettes spätere Erfolge prägen weiterhin seine Identität. Heute empfängt das Anwesen Gäste aus aller Welt – eine Verbindung aus Geschichte und zeitgemäßem Gastgewerbe.






