Willich plant Streichung des Deutschlandtickets – SPD warnt vor Folgen für Jugendliche
Nina PohlWillich plant Streichung des Deutschlandtickets – SPD warnt vor Folgen für Jugendliche
Pläne zur Abschaffung des Deutschlandtickets in Willich sorgen bei örtlichen SPD-Vertretern für Besorgnis. Die Partei argumentiert, dass die Streichung des Tickets die Mobilität und das Sozialleben junger Menschen beeinträchtigen würde. Derzeit profitieren anspruchsberechtigte Schüler in der Region von dem bundesweiten Fahrschein, doch die Förderung könnte bald auf das deutlich eingeschränktere SchokoTicket umgestellt werden.
Das Deutschlandticket ermöglicht es Schülern, deutschlandweit kostenlos zu reisen, und erleichtert so Besuche bei Freunden, Freizeitaktivitäten und selbstständige Fahrten über das VRR-Netz hinaus. Die SPD betont, wie wichtig das Ticket besonders für Familien ist, die kein Auto besitzen oder nicht darauf angewiesen sein wollen.
Im Gegensatz dazu beschränkt das SchokoTicket die Nutzung auf das VRR-Gebiet. Lukas Maaßen, Vorsitzender der SPD-Fraktion, warnte, dass die Abschaffung des Deutschlandtickets das Haushaltsloch des Kreises in Höhe von 25 Millionen Euro nicht schließen werde. Er unterstrich, dass die Änderung junge Menschen in ihrer Freiheit und ihren sozialen Chancen ungleich stärker treffen würde.
Die SPD verwies zudem auf die weiteren Vorteile des Deutschlandtickets, darunter mehr Selbstständigkeit für Schüler sowie einen besseren Zugang zu kulturellen und sozialen Veranstaltungen außerhalb der unmittelbaren Umgebung.
Falls der Vorschlag umgesetzt wird, soll ab dem nächsten Jahr nur noch das SchokoTicket gefördert werden. Damit wären anspruchsberechtigte Schüler auf die VRR-Strecken beschränkt, was ihre Reiseoptionen deutlich einschränken würde. Die SPD hält die Beibehaltung des Deutschlandtickets für unverzichtbar, um die Mobilität und Teilhabe junger Menschen in Willich zu sichern.






