Düren diskutiert Rückkehr der Kita-Gebühren ab 2026 – Eltern protestieren
Kristiane DippelDüren diskutiert Rückkehr der Kita-Gebühren ab 2026 – Eltern protestieren
Kita-Gebühren in Düren: Nach Jahren der Kostenfreiheit droht die Rückkehr – Rat debattiert am 16. Oktober 2025
Nach Jahren weitgehend gebührenfreier Kinderbetreuung für die meisten Familien in Düren könnten ab 2026 wieder Kita-Gebühren fällig werden. Der Kreistag wird am 16. Oktober 2025 über das Thema beraten – ausgelöst durch steigende Schulden und eine Kursänderung der Bezirksregierung Köln. Eltern und lokale Initiativen zeigen sich bereits besorgt über die geplanten Änderungen.
Seit 2018 ist die Kinderbetreuung in Düren für den Großteil der Familien kostenlos, nur gutverdienende Eltern zahlen bisher Gebühren. Doch der wachsende finanzielle Druck zwingt den Kreis nun zum Umdenken. Die Wiedereinführung der Beiträge könnte dem Haushalt und den klammern Kommunen Millionen einbringen.
Die Bezirksregierung Köln hat ihre Haltung zur Kita-Finanzierung geändert und den Kreis damit zum Handeln veranlasst. Eine endgültige Stellungnahme zu den neuen Regelungen wird bis zum 23. Oktober 2025 erwartet. Falls der Beschluss fällt, sollen ab August 2026 einkommensabhängige Gebühren gelten – gestaffelt nach dem Verdienst der Eltern.
Kritik gibt es bereits jetzt: Der Elternbeirat des Jugendamts wirft der Politik vor, Familien über die Rückkehr der Gebühren getäuscht zu haben. Gleichzeitig übernehmen der neu gewählte Kreistag und der Landrat am 1. November 2025 ihr Amt – und erben damit die Entscheidung. Die Aachener Nachrichten werden die Debatte am 16. Oktober ab 19:30 Uhr live begleiten.
Ziel der geplanten Gebühren ist es, die finanzielle Belastung des Kreises Düren zu verringern. Doch der Widerstand der Eltern deutet auf Konflikte hin. Die Weichenstellung im Oktober wird zeigen, ob Familien ab Mitte 2026 mit zusätzlichen Kosten rechnen müssen – und welche Prioritäten die neue Kreisführung setzt.






