Forschungsprojekt KV BATT will Batteriespeicher mit Rekordspannung revolutionieren
Nina PohlForschungsprojekt KV BATT will Batteriespeicher mit Rekordspannung revolutionieren
Ein neues Forschungsprojekt will die Batteriespeicherung revolutionieren – durch eine zehnfache Steigerung der Spannung. Das Vorhaben KV BATT, geleitet von Expert:innen der Fachhochschule Dortmund, verspricht mit diesem Ansatz Energieverluste zu reduzieren und die Effizienz deutlich zu verbessern. Nach erfolgreichen Labortests steht nun der Praxistest in Ense, Deutschland, an.
Aktuelle Großspeicher arbeiten oft mit niedrigen Spannungen, was hohe Ströme zur Folge hat. Diese führen zu Widerstand, Wärmeentwicklung und unnötigem Energieverlust. Höhere Spannungen könnten das Problem lösen: Sie verringern die Widerstandsverluste, mindern die Hitzeentwicklung und senken den Kühlbedarf.
Das KV BATT-Team hat bereits im Labor eine modulare Hochspannungs-Speichereinheit entwickelt. Das kompakte System kommt fast ohne Wartung aus und arbeitet effizienter als herkömmliche Lösungen. Professor Martin Kiel, einer der führenden Köpfe des Projekts, betont, dass die Erhöhung der Spannung der vielversprechendste Weg sei, um die Leistung von Batteriespeichern zu steigern.
In Ense wird nun unter realen Bedingungen getestet: Ein System läuft mit 1.000 Volt, ein weiteres mit 10.000 bis 20.000 Volt. Die Forscher:innen sind überzeugt, dass die Ergebnisse beweisen werden, dass ihr Konzept auch im großen Maßstab funktioniert. Zudem laden sie Industriepartner zur Zusammenarbeit ein – Interessierte können sich über die allgemeine Projekt-E-Mail melden.
Gelingt das Vorhaben, könnte es die Art und Weise verändern, wie Batteriespeicher konzipiert und betrieben werden. Das modulare Hochspannungsdesign verspricht nicht nur mehr Effizienz, sondern auch geringere Wartungskosten. Während die Tests laufen, will das Team seine Erkenntnisse mit potenziellen Partnern teilen.






