Kürbissuppen-Fest in Wiesbaden verbindet Genuss, Kunst und Gemeinschaft
Christoph DöhnKürbissuppen-Fest in Wiesbaden verbindet Genuss, Kunst und Gemeinschaft
Das jährliche Kürbissuppen-Fest fand am Samstagmorgen in Wiesbaden statt
Am vergangenen Samstagvormittag lockte das Kürbissuppen-Fest im Wiesbadener Churpark rund zwei Dutzend Besucher an. Die Veranstaltung vereinte kulinarischen Genuss, Kunst und Gemeinschaftsgeist zu einem einzigartigen Herbstfest rund um das beliebteste Gemüse der Saison. Wer eine warme Schüssel Suppe erhalten wollte, musste zuvor kleine Aufgaben erfüllen – etwa singen oder Musik machen.
Die Idee zum Fest geht auf das Jahr 2022 zurück, als die Organisatorin Anna Müller das interaktive Konzept erstmals in Wien vorstellte. Damals mussten Besucher spielerische Herausforderungen meistern, um ihre Suppe zu verdienen. In diesem Jahr sangen die Gäste in Wiesbaden die "Ode an den Kürbis", bevor sie die gespendete Speise genießen durften.
Im Mittelpunkt des Events stand eine beeindruckende Kürbisskulptur, die ursprünglich 2004 auf dem Gelände der Dern'schen Anlagen geschaffen worden war. Auf öffentlichen Wunsch hin wurde sie später neben den Wochenmarkt verlegt. Das Kunstwerk zeigt Kürbisranken, die in Drahtgestelle geflochten sind – ein Symbol für das Spannungsfeld zwischen natürlichem Wachstum und menschlicher Gestaltung.
Das Fest präsentierte Kürbisse aller Größen: von winzigen Hokkaido-Sorten bis zu meterhohen Prunkstücken. Jede Zutat für die Suppe wurde sorgfältig abgemessen, um einen kräftigen, herbstlichen Geschmack zu garantieren. Die Kulisse – orangefarbene Kürbisse vor der historischen Architektur des Churparks – zog Fotografen, Familien und neugierige Anwohner an.
Doch das Fest bot mehr als nur Essen und Kunst: Im Mittelpunkt stand der Gedanke der Verbundenheit. Unter dem Motto "Geben und Nehmen" brachte es verschiedene Generationen, Kulturen und Geschmäcker zusammen. Die Veranstalter bezeichneten es als einen der Höhepunkte im Wiesbadener Herbstkalender.
Das Kürbissuppen-Fest gab der beliebten Skulptur eine neue Heimat und festigte zugleich die Tradition der geteilten Freude. Die Besucher verließen den Ort mit gefüllten Schüsseln und Erinnerungen an einen Vormittag voller Musik, Lachen und Gemeinschaft. Durch die Mischung aus Kreativität und Mitmachcharakter hat sich das Fest längst als lokaler Liebling etabliert.






